Meistens behandelt ein Shiatsupraktiker in einem Behandlungsablauf auch den Rücken des Klienten, auf dem u.a. der Hauptteil des Blasen- und Nierenmeridians ihren Verlauf haben. Wenn in der Haradiagnose speziell eine dieser beiden Meridianenergien als "Kyo" oder "Jitsu" diagnostiziert worden ist, kann der Shiatsupraktiker im Gespräch nach der Behandlung dem Klienten folgende nützlichen Informationen in Bezug auf das Thema "Wasserelement und Ernährung" mit auf den Weg geben:

Zu den Nahrungsmitteln, welche die Nierenfunktion anregen, gehören besonders Hülsenfrüchte und Salz in kleinen Mengen. Zuviel Salz schwächt die Nieren und führt zu Bluthochdruck, deshalb sollte man stets nur wenig oder mäßig salzen. Alle Hülsenfrüchte fördern und steigern die Nierenfunktion. In Ostasien hält man die "Adzuki"- oder Reisbohne für die geeignetste Sorte zur Stimulierung der Nierenfunktion.
Gerste und Buchweizen sind die Getreidesorten, welche die Nieren am besten unterstützen. In Japan werden vor allem Meerespflanzen und Algen, besonders "Kombu" (getrockneter Blatt-Tang), "Nori" (Japanischer Purpurtang), "Hijik" und "Wakame" dazu verwendet um die Nierenfunktion anzuregen.
Tipp: Wenn Ihr Nieren-Qi erschöpft ist, dann machen Sie doch mal einen Versuch mit einer Ingwerwurzel, die als Tee getrunken, als Gemüse gegessen oder einfach in einer Kompresse auf die Nieren aufgelegt werden kann - das wirkt wahre Wunder.
Auszug aus "Ohasis Körperdeutung" - östliche Digagnose und Therapie - erschienen im Schirner Verlag
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